Radiologie & Neuroradiologie
Neue Mammographie-Anlage am Klinikum Aschaffenburg – modernste Technik für die Brustgesundheit


Bereits sechs Wochen nach seinem Antritt konnte PD Dr. Maus die ersten Patienten mit dieser hochspezialisierten interventionellen Therapie behandeln. In dieser kurzen Zeit wurde ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm umgesetzt: notwendige Materialien und medizintechnische Geräte wurden beschafft, das eigene Team bestehend aus Ärztinnen und Ärzten und Funktionspersonal (MTRs) sowie die Kolleginnen und Kollegen der Neurologie und Anästhesiologie geschult und in die komplexen Abläufe der endovaskulären Schlaganfallversorgung eingewiesen.
Die mechanische Thrombektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem ein verschlossener Blutpfropf (Thrombus) in einem Hirngefäß über einen Katheter entfernt wird, um die Durchblutung des Gehirns wiederherzustellen. Die reine Dauer des interventionellen Eingriffs betrug bei der ersten Patientin ca. 20 Minuten, und die neurologischen Symptome bildeten sich unmittelbar nach der Behandlung zurück. Ziel ist es, die Schädigung des Gehirns zu minimieren und die Chancen auf eine vollständige Genesung deutlich zu erhöhen.
PD Dr. Volker Maus betont die Bedeutung der neuen Therapieoption: „Die erfolgreiche Durchführung der ersten Thrombektomie zeigt, dass wir in der Lage sind, komplexe Schlaganfallpatienten schnell und sicher zu behandeln. Dank eines intensiv geschulten Teams und gut vorbereiteter Abläufe können wir von nun an höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards gewährleisten.“
Zur weiteren Entwicklung erklärt Prof. Dr. Oliver Bähr, Chefarzt der Neurologie: „Mit der Möglichkeit, Thrombektomien zeitnah durchzuführen, streben wir die Zertifizierung des Klinikums als überregionale Stroke Unit an. Damit können wir die Schlaganfallversorgung in unserer Region noch schneller und umfassender sicherstellen.“
Mit der Etablierung der Thrombektomie stärkt das Klinikum Aschaffenburg seine Rolle als kompetentes Schlaganfallzentrum in der Region und erweitert das Spektrum lebensrettender Interventionen bei akuten zerebrovaskulären Erkrankungen.

